Supermärkte wie Aldi und Lidl bieten schon seit mehreren Jahren nicht nur günstige Lebensmittel, sondern auch Computer an. Doch genügt ein Discounter PC den gleichen Ansprüchen wie herkömmliche Rechner? Hier werden schnell Vorurteile gestreut. Damit möchten wir in unserem aktuellen Blogbeitrag aufräumen und haben deshalb einige Lidl und Aldi Computer unter die Lupe genommen.

Aldi Computer für Gamer und Einsteiger

Anfang des Jahres 2020 stellte Aldi beispielsweise einen Gaming PC, ein Allrounder Notebook und ein Einsteiger Convertible in die Läden. Hersteller ist das zu Lenovo gehörende Unternehmen Medion. Hier sind sich Experten einig, dass Medion durch die Bank solide Computer baut. In einem Schnellcheck haben wir diese Angebote geprüft.

Der Erazer X87038, den Aldi im Februar 2020 für 1.499 € auf den Markt gebracht hat, ist ein hervorragender Gaming Discounter PC. Dank 1 TB SSD-Speicher, einer zusätzlichen 1 TB Festplatte, einem 16 GB Arbeitsspeicher und einem Intel i7-9700 Prozessor kommt der Rechner mit einer Top-Performance daher. Gute Grafikleistung für Gamer garantiert zudem die NVIDIA RTX 2070 mit 8 GB Grafikspeicher. Gamer, die noch mehr Grafik-Power haben möchten, müssen dafür gleich mehrere 100 € zusätzlich investieren.

Discounter PC: Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Die Ausstattung des Gaming Computers sorgt für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Wir haben uns einen Preisvergleich im Internet angeschaut. Dabei finden sich zwar ähnlich bestückte Geräte zum gleichen oder leicht geringeren Kurs, diese können aber bezüglich der Ausstattung nicht mithalten. Die meisten davon besitzen nämlich lediglich eine 480 GB große SSD, die mit ein paar modernen Spielen schon vollgestopft ist.

Des Weiteren setzen andere Produzenten häufig billigere Netzteile und Mainboards ein, während der Erazer X87038 ein Focus-Plus-Gold-Netzteil von Seasonic und ein MSI MAG Z390M Mortar Mainboard sein Eigen nennt. Deshalb ist der Medion PC von Aldi für Gamer im Vergleich zu den Mitbewerbern absolut empfehlenswert.

Discounter PC: Was taugen Computer von Aldi, Lidl und Co.?

Medion Akoya E15302: Guter Allrounder Discounter PC 

Das Medion Akoya E15302 Notebook für 499 € hingegen kommt mit 512 GB SSD Speicher, 8 GB Arbeitsspeicher und einem Prozessor von AMD (Ryzen 5 3500 U) daher. Das 15,6 Zoll Display ist mit Full-HD-Auflösung ausgestattet. Unterm Strich also ein solides Allroundgerät. Über Durchschnitt ist für diese Preisklasse sogar der große SSD-Speicher. 

Denn Standard sind in diesem Segment eigentlich nur 256 GB. Weiteres Bonbon ist der sogenannte Privacy-Schalter, der auf Wunsch des Users Mikrofon und Webcam deaktiviert. Auch hier ist die Ausstattung für die meisten Nutzer absolut ausreichend und somit bietet auch dieses Mittelklasse-Notebook eine ausgewogene Relation aus Leistung und Preis, auch wenn wir es mit ähnlichen Angeboten von Asus, Acer oder Lenovo vergleichen.

Ruckelfreies Streaming mit Discounter PC

Ein zufriedenstellendes Convertible für Einsteiger ist außerdem das Medion Akoya E4272. Es wurde bei Aldi für 349 € angeboten. Ein Convertible charakterisiert sich dadurch, dass es durch Umklappen des 14-Zoll-Touchdisplays (Full-HD-Auflösung) auf die Tastaturrückseite zu einem Tablet mutiert. Mit 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Flash-Speicher und dem Intel Pentium Silver N5000 Prozessor kann der Nutzer bequem Netflix- und YouTube-Videos anschauen und ohne lästiges Ruckeln im Internet surfen. 

Außerdem können auch Office-Dokumente problemlos bearbeitet werden. Hinzu kommen Windows-S-Lizenz und Jahreslizenz für Microsoft Office 365. Ist die Microsoft Office Lizenz abgelaufen, bekommen Sie im Onlineshop von Lizenzking hervorragenden Ersatz

High-End-Maschine als Discounter PC

Im Mai 2020 lockte Aldi dann mit einem High-End-PC Käufer in seine Läden. Der Erazer Hunter X10 besitzt nämlich eine NVIDIA Geforce RTX 2080 Grafikkarte und einen Intel i9 9900K Prozessor. Hinzu kommt weitere Markenhardware, die wir unten noch einmal zusammengefasst haben. Also ein absoluter High-End Discount PC zu einem angemessenen Preis von 2.599 €. Damit sind Nutzer für die nächsten Jahre hervorragend gerüstet. Die High-End-Maschine ist dank der hohen Grafikeinstellungen auch für anspruchsvolle Spiele optimal geeignet. Neben der guten Ausstattung ist auch die dreijährige Garantie ein weiterer Vorteil.

Spezifikationen:

Prozessor: 

  • Intel Core i9 9900K
  • 8 Kerne und 16 Threads
  • 5,0 GHz Turbotakt 
  • 3,6 GHz Basistakt
  • All-in-One-Wasserkühlung
  • 120mm Radiator (Alphacool Eisbaer 120)

Mainboard: 

  • MSI MPG Z390M Gaming Edge

Grafikkarte: 

  • NVIDIA Geforce RTX 2080 Super 
  • 3.072 CUDA-Kernen 
  • 8 GByte GDDR6-Videospeicher (nach der RTX 2080 Ti aktuell leistungsstärkste Grafikkarte aus Portfolio von NVIDIA Geforce)

Arbeitsspeicher: 

  • 32 GB DDR4 RAM 
  • 3.200 MHz von Patriot (RGB-Beleuchtung)

Massenspeicher:

  • 1 TB SSD (PCIe 3.0, M.2)
  • 4 TB HDD

Stromversorgung: 

  • Seasonic Focus GX-750W (vollmodulares Kabelmanagement mit 750 Watt)

Betriebssystem: 

  • Windows 10 Home

Gehäuse: 

  • In Win 101
Discounter PC von Lidl

Auch Lidl tummelt sich im Geschäft mit Discounter PCs. Zum Schnäppchenpreis wurde hier beispielsweise zu Beginn des Jahres 2020 das Convertible HP Envy X360 13 AR0510NG inklusive 256 GB SSD Speicherplatz, 8 GB RAM, Radeon-Vega-8-Grafikeinheit, AMD-Ryzen-5-Prozessor und 13,3-Zoll-Display inklusive Full-HD-Auflösung für 679 € (statt 799 € unverbindlicher Preisempfehlung) angeboten.

Verschiedene Portale, wie zum Beispiel die PC-Welt haben einen Preisvergleich angestellt und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass das Lidl-Angebot durchaus als attraktiv bezeichnet werden kann. So mussten potentielle Käufer für ein ähnlich ausgestattetes HP-Notebook rund 775 € auf den Tisch legen. Ein nicht zu unterschätzender Spareffekt von rund 90 €.

Penny oder Netto PC: Discounter zweiter Reihe trauen sich noch nicht

Computerangebote findet man bei den Discountern aus der zweiten Reihe wie Penny oder Netto noch nicht. Auch wenn die sich nach Kräften gegen die Übermacht von Lidl und Aldi stemmen und bei Lebensmitteln und Eigenmarken an der Preisschraube drehen, haben sie sich in das Geschäft mit den Discounter PCs noch nicht hervorgewagt. 

Netto setzt seit einiger Zeit auf den TV-Schuldenexperten Peter Zwegat als Werbefigur, Penny wiederum bietet dem Kunden unter dem Motto „Nirgendwo günstiger“ an, sich die Differenz eines Artikels auszahlen zu lassen, den er bei der Konkurrenz billiger erworben hat. Wir dürfen also weiter gespannt sein, wann auch Netto und Penny einen Discounter PC anbieten.

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