Wer eine Webseite betreibt, sei es als großes CMS (Content Management System) oder als kleiner Webbaukasten, kommt nicht umhin bestimmte Software-Tools einzusetzen. Die erforderlichen Kenntnisse eines Webmasters und Webdesigner sind vielfältig. Diese reichen von Grafikbearbeitung über HTML und CSS bis hin zu Programmierungen mit PHP und JavaScript oder ASP.NET. Und für jede Aufgabe hat man im besten Fall das passende Werkzeug zur Hand.

Nachfolgend stellen wir Ihnen 7 wichtige Helferlein vor, die den Alltag von Webmastern und Web-Designern erleichtert.

Text-und HTML-Editor Sublime Text

Da man beim Homepage-Bau im Wesentlichen textbasiert arbeitet, braucht man einen sehr guten Text-Editor, der auch mittels Syntax-Highlighting die verschiedenen Ausdrucks- und Programmiersprachen unterstützt. Aus diesem Grund hat es der Texteditor Sublime Text 3 an die erste Position geschafft und stellt so etwas wie das Schweizer Taschenmesser dar. Dieser unterstützt alle benötigten Programmiersyntax, wie PHP, JavaScript, etc. und bietet viele intelligente Funktionen in Form von speziellen Shortcuts zur schnellen Textbearbeitung. Mittel Plugins ist Sublime Text um weitere Funktionen erweiterbar. Verfügbar ist Sublime Text 3 für Windows, MacOS und Linux.

Eine gute Alternative zu Sublime stellt auch der HTML-Editor von Microsoft namens Visual Studio Code, kurz VS Code, dar.

PHP-Editor Netbeans

Hier an dieser Stelle Netbeans nur als PHP-Editor anzupreisen wird dem Text-Editor nicht ganz gerecht, da dieser neben PHP auch HTML5, Java und viele andere Sprachen unterstützt. Doch wer Webanwendungen und –funktionen in PHP schreibt ist gut beraten Netbeans von Apache einmal auszuprobieren. Dieser stellt eine komplette Entwicklungsumgebung dar und zusammen mit einem Apache-Server oder XAMP ist sogar ein Debugging möglich. Über eine Baumstruktur lassen sich komplette Projekte verwalten und viele Funktionen, wie Refactoring oder das Springen zur Deklaration von Methoden, sind ebenfalls enthalten.

Netbeans ist für alle Betriebssysteme (Windows, MacOS und Linux) verfügbar.

Formular-Generator DA-FormMaker

Kaum eine Webseite kommt ohne ein Online-Formular aus, denn als Mindeststandard sollte man seinen Besuchern wenigstens ein Kontaktformular anbieten. Das Formular selbst schreibt sich vielleicht noch schnell in HTML zusammen, aber spätestens, wenn Überprüfungsfunktionen für einzelne Formularfelder hinzukommen, wird es recht schnell aufwendig. Hier kann man eine Formular-Generator, wie dem DA-FormMaker zum Erstellen von Online-Formularen verwenden. Man kann aus vorgefertigten Templates ein Standardformular auswählen oder sich ein individuelles Internet-Formular in wenigen Klicks zusammenstellen. Danach veröffentlicht man sein Web-Formular direkt auf der Homepage über die integrierten Exportfunktionen. Und wer für den Verkauf von Produkten eine Online-Shop Alternative als Bestellformular benötigt der greift zum Schwester-Produkt DA-BestellFormular.

FTP-Programm FileZilla

Wer Webseiten betreut, der muss auch viel und oft zwischen dem lokalen Speicher und dem Server Dateien transferieren, und zwar mit dem gut abgehangenen FTP-Protokoll. Das geht am besten mit dem kostenfreien FTP-Client FileZilla. Dieser unterstützt das normale einfache FTP, das verschlüsselte FTPS (FTP over TLS) sowie SFTP. Letzteres ist eine Alternative zum FTP-Protokoll und ermöglicht eine sichere verschlüsselte Übertragung mittels SSH.

XAMPP – Alles unter einem Dach

Jeder Webentwickler benötigt einen lokalen Server, der auch PHP ausführen kann und unter Umständen auch eine MySQL-Datenbank, um seine Webseiten vor der Veröffentlichung hinreichend zu auf der eigenen Entwicklungsumgebung zu testen. Hier ist XAMPP ist sehr empfehlenswert, da es bereits den Apache Server, PHP, Perl und Datenbank mitbringt. Mittels eines praktischen Control-Panels kann man die einzelnen Dienste aktivieren und deaktivieren.

Darüber hinaus enthält XAMPP auch FileZilla, diesmal aber als FTP-Server und nicht als Client. Somit hat man schnell eine Testumgebung aufgesetzt, ohne jede Anwendung einzeln installieren zu müssen. XAMPP und dessen enthaltenen Programme sind alle kostenfrei; jedoch ausdrücklich nicht für den Produktiveinsatz gedacht. Lauffähig ist XAMPP unter Linux, MacOS und Windows.

Photoshop – Das Flaggschiff zur Grafikbearbeitung

Jeder der Webinhalte produziert oder sich als Webdesigner betätigt kommt nicht umhin sich mit der Grafikbearbeitung zu befassen, denn für ansprechende Webseiten und Web-Artikel sollte man diese auch ansprechend illustrieren. Photoshop ist hier der Platzhirsch unter den Grafikprogrammen. An dieser Stelle sei neben dem Abo-Angebot von Adobe Photoshop-Elements empfohlen, welches man zu einem vertretbaren Preis erhält. Dieses enthält bereits die meisten Funktionen, die man für die tägliche Arbeiten in diesem Bereich benötigt. Neben den klassischen Funktionen der Bildbearbeitung, wie Verlaufswerkzeuge, Massenbearbeitung von Bildern und vielen Filtern überzeugen auch die vielen zeitsparenden automatischen Effekt, zum Beispiel zur Motivauswahl, zum Haut-Glätten oder dem entfernen unerwünschter Objekte aus Fotos.

Gängige Alternativen zu Photoshop sind neben dem OnBoard-Mittel Paint3D von Windows die Programme Photoline und Gimp. Letzteres ist sogar kostenfrei, jedoch in der Handhabung sehr gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus ist IfranView ebenfalls sehr praktisch. Jedoch können die meisten Alternativen im Funktionsumfang nicht mit Photoshop mithalten.

Wer mehr technischer versierte Inhalte, wie Schaltpläne, Organigramme, Struktogramme, etc. der wird schnell bei einem Programm wie Microsoft Visio landen. Es gibt dazu ebenfalls ein paar Alternativen, wie LibreOffice Draw oder Draw.io. Man wird aber schnell feststellen, dass diese auch kaum an Microsoft Visio herankommen und meist einen weniger breiten Anwendungsbereich abdecken.

Magix Web Designer

Für all diejenigen, die komplette Webprojekte von Grund auf neugestalten, sehr individuelle Webseiten kreieren oder die professionell viele Webprojekte erstellen, sollten einen Blick auf den Magix Web Designer werfen. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug zum kompletten Erstellen von Webprojekten. Der Fokus liegt hier auf dem grundlegenden Design. Aus diesem Grund sind in Magix bereits viele Bildverarbeitungsfunktionen integriert und man hat zudem Zugriff auf einen Online-Bildkatalog. Es lassen sich so auch interessante Effekte in der Homepage einbauen, so dass Bilder zum Beispiel automatisch hinein „sliden“. Die erstellten Webseiten sind in der Premium – Version für jedes Endgerät passend. Das heißt, das jeweilige Webdesign responsive ist. Auch in Sachen Suchmaschinenoptimierung unterstützt Magix die SEO-Aktivitäten insbesondere bei Grafiken und Verlinkungen. Magix eignet sich besonders gut für repräsentative Internetauftritte mit nicht allzu vielen Seiten.

Für diejenigen, die viele Inhalte auf Ihren Webseiten veröffentlichen müssen, wie zum Reise- oder Technik-Blogs, eignen sicher eher CMS (Content Management Systeme) wie Joomla oder WordPress.

Fazit

Mindestens 6 der 7 vorgestellten Software-Tools sollten im Werkzeugkoffer eines jeden Webdesigner und Homepage-Bauer sein und erleichtern einem die Arbeit. Sicherlich gibt es auch viele Alternativprodukte. Hier entscheiden dann, wie bei richtigem Werkzeug, der Geldbeutel und die Einsatzhäufigkeit und die damit verbundene gesteigerte Produktivität.


Zum Autor:
Mein Name ist Daniel Iwer von eKiwi-Blog.de. Dort versorge ich meine Besucher mit vielen erfrischende und nützlichen Tutorials, Anleitungen und Informationen rund um Internet, Technik und Software.

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